Eindrücke von den Feierlichkeiten zum Abschluss der Dorferneuerung in Kerbfeld

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Nach den jahrelangen Querelen um den Ausbau der Seitenanlagen der Lindenstraße in Kerbfeld habe es einer mutigen Entscheidung des Gemeinderats bedurft, einen geeigneten Mittelpunkt zum Wohl der Dorfgemeinschaft zu schaffen. Natürlich sei dies nur mit der Zustimmung und der Hilfe der Bevölkerung gelungen. Viele hätten in der Vergangenheit tief in die Tasche greifen müssen und man sehe nichts davon, weil alles in der Erde verschwunden sei. Jetzt müssten zwar auch einige und die Gemeinde wieder finanzielle Opfer bringen. Dafür könne man aber künftig Gäste im schmucken Dorf begrüßen.
In dem Zusammenhang müsse man aber auch an die Kinder und Kindeskinder denken. Wenn man heute nicht den Mut zu Veränderungen aufbringe, würden künftig immer mehr junge Leute nicht mehr bereit sein in der Heimat zu leben. Dies fordere von jedem Vernunft, Zuversicht und Mut. Er sei sich ganz sicher, so der Bürgermeister, dass es in Kerbfeld ein großes Potential an tüchtigen Menschen gebe. Woody Allen zitierend meinte er ?Ich schaue gerne in die Zukunft, denn dies ist der Raum in dem wir alle leben werden?

Das was man jetzt geschaffen habe sei nur möglich gewesen weil man die Unterstützung des Amtes für Ländlicher Entwicklung  (AfLE) Unterfranken und hier besonders von Leitendem Baudirektor Gerhard Fuß erhalten habe. Ihm sei es gelungen Kerbfeld in kürzester Zeit in das Förderprogramm mit aufzunehmen. Dafür gebühre ihm Dank. Dies sahen wohl auch die Kerbfelder so, wie ihr donnernder Applaus bewies. Durch das gelungene Gesamtwerk habe Kerbfeld wieder einmal bewiesen, dass seine Bewohner eine starke Gemeinschaft seien. Dieses dicke Kompliment machte Landrat Rudolf Handwerker den Bürgerinnen und Bürgern. Kerbfeld sei ein gelungenes Beispiel dafür, dass auch eine einfache Dorferneuerung für die Lebensqualität in einem Dorf sehr viel erreichen könne. Dazu brauche es ein hilfsbereites AfLE, einen tatkräftigen Bürgermeister, offene Ohren beim Straßenbauamt in der Tiefbauverwaltung des Landkreises, beim Kreisfachberater für Gartenbau und schließlich auch im bischöflichen Ordinariat.

Das wichtigste sei aber ein starker Obst und Gartenbauverein (OGV) wie er in Kerbfeld bestehe. Der Verein habe entscheidend dazu beigetragen, dass sich das Ortsbild heute so attraktiv präsentiert.  Natürlich gehe so eine DE auch nicht ohne die Mithilfe vieler Bürger. Ihnen gebühre der Dank.  Er, so der Landrat abschließend, zolle allen, die am Werk beteiligt waren seinen Respekt und wünsche den Kerbfeldern viel Freude an der DE und in Zukunft viel Freude am tatkräftigen Gemeinwesen.

Gerhard Fuß vom AfLE Ufr. erinnerte in seiner kurzen Grußadresse an verschiedene andere Objekte, die in Aidhausen mit seinem Amt bewältigt wurden. Die DE in Nassach stehe vor der Fertigstellung. In Aidhausen bahnt sich eine solche an. Nachdem in der Gemeinde die Startphase angelaufen sei, hoffe er, dass es im nächsten Jahr zur Anordnung und zur Durchführung von ersten Maßnahmen komme. Weitere Projekte seien der Rad-und Wirtschaftsweg am Trieb in Aidhausen und der zwischen Friesenhausen und Kerbfeld gewesen. Beide dienten dem Lückenschluss des Radwegenetzes im Landkreis. Der Leitende Baudirektor rief dann noch einmal die Geschichte der kleinen DE in Kerbfeld , die 2003 begann ins Gedächtnis zurück.  Hier knüpfte auch der Planer der kleinen DE Architekt Klaus Eiring aus Happertshausen an. Am Faschingsfreitag des Jahres 2003 habe der erste Kontakt des Bürgermeister wegen der Maßnahme statt gefunden. Ein grobes Konzept sei dann mit dem AfLE erarbeitet worden. Diese sei dann Grundlage für Besprechungen mit Anliegern gewesen. Natürlich seien verschieden Meinungen  auf einen gestoßen. Mit großer Beharrlichkeit habe der Bürgermeister  erreicht, dass auch das Kirchenumfeld, der Weg vom Kindergarten zur Kirche, der Platz westlich des Gemeindehauses und die Sanierung der WC Anlagen im, Gemeindehaus in die Förderung  mit aufgenommen worden sei. Er, so der Planer abschließend sei froh, dass er seinen Beitrag zu diese für Kerbfeld so wichtigen Maßnahme leisten durfte.

Namens der OGV bedankte sich dessen Vorsitzender Franz Bayer besonders beim Bürgermeister, ohne dessen Einsatz es nicht zu der DE gekommen wäre. Aber auch seinem Vorgänger im Amt als 1. Vorsitzender Bernhard Räth und den Mitglieder im OGV dankte Bayer. Ohne deren Zustimmung hätte man das Werk nicht in Angriff nehmen können. Nicht zuletzt galt sein Dank den Mitgliedern der Haßgau Ranch, die zum ?Feiertag? eine Bank und einen Baum gespendet hatten.  Kinder überreichten den Ehrengästen dann  einen geschmackvoll geschmückten Gemeindeteller, bevor am Mittag dann  am Kriegerdenkmal der spendierte Baum gepflanzt wurde. Musikalisch gestaltete die Kerbfelder Blasmusik die Segnung und den Festakt.

Günter Berthel

Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Kerbfeld mit Gästen,

die Lindenstraße war lange Zeit neuralgischer Mittelpunkt.

Wir, der Gemeinderat und ich, sind fest davon überzeugt, mit einer schnell zu treffenden und mutigen Entscheidung, einen geeigneten Mittelpunkt zum Wohle der Dorfgemeinschaft - natürlich mit Eurer Hilfe - geschaffen zu haben. Viele von uns mussten in der Vergangenheit zum Teil tief in die Tasche greifen und haben nur wenig davon zu Gesicht bekommen, nachdem letztendlich alles im Erdboden verschwunden ist. Erfreulicherweise ist dies hier und heute anders, auch wenn wiederum alle erneut in ihre Tasche greifen mussten, könnt ihr nichts desto trotz nunmehr mit Freude und Stolz Euren Gästen Eure schmucke Heimat präsentieren.

Wir müssen in diesem Zusammenhang auch an unsere Kinder und Kindeskinder denken; denn wenn  w i r heute nicht den Mut für Veränderungen aufbringen, werden die nachfolgenden Generationen erst recht jegliche Lust verlieren, in i h r e r, in  u n s e r e r  Heimat, zu leben, dies fordert von uns Zuversicht, Vernunft und Mut!

Ich bin mir ganz sicher, dass wir ein großes Potenzial an tüchtigen Menschen besitzen; deshalb bitte ich, sich nicht von kleinen Rückschlägen entmutigen zu lassen. Selbstverständlich gilt es, der Vergangenheit allen Respekt zu zollen; dennoch denke und erwähne ich gerne an dieser Stelle ein Zitat   Woody Allens:

         ?Ich schaue gern in die Zukunft, denn
         das ist der Raum, in dem ich leben werde.?

In den vergangenen Jahren wurde in der Gemeinde, vor allem in Kerbfeld, viel investiert; dabei sind die letzten 4 Jahre als besonders herausragende einzustufen.

Der Dialog in den Planungsphasen und später in der Umsetzungsphase zwischen Gemeinderat, Verwaltung, Planer und besonders der vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger, hat einen maximalen Erfolg für Kerbfeld und der Gemeinde ermöglicht.

Die bereits stattgefundene Einweihung des Feuerwehr-Gerätehauses und des Kirchenumfeldes, wobei hier mein ausdrücklicher Dank Ihnen Herr Pfarrer Greier, Herr Dekan Morgenroth und der Kirchenverwaltung - an der Spitze Herrn Dietz- gilt, setzt sich glücklicherweise fort durch die Gestaltung des Umfeldes der Lindenstraße, des Lindenplatzes und dem zentral anmutenden Gemeindehauses mit OGV.

Ich spreche deshalb von ?glücklich?, nachdem zu Beginn des Ausbaus der o.g. Projekte sowie der Kreisstraße nicht mal annähernd bzw. keinerlei Fördermittel in Aussicht standen.

Sehr geehrter Herr Fuß,

Ihnen ist es - meiner Meinung nach eigentlich fast alleine bzw. persönlich- zu verdanken, dass diese wichtige und bedeutende Aufgabe zu meistern war. Durch Ihren beispielhaften Einsatz haben wir die Chance erhalten, das schon lange Unvollendete fertig zu stellen. Sie, der Mut der Gemeinde sowie ein Planer mit Erfahrung und Übersicht waren die Garanten für die Förderung durch das Amt für ländl. Entwicklung, zu welchem Sie ja im Anschluss auch ein paar Worte sagen werden.

Ich persönlich kann Ihnen an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang nur den herzlichsten Dank aller Bürgerinnen und Bürger aus Kerbfeld übermitteln. Bitte setzen Sie sich weiter für die Entwicklung und Erhaltung unserer fränkischen Heimat, des ländlichen Raumes ein.

Eine detaillierte Aufstellung möchte ich uns allen aus Zeitgründen ersparen; diesbezüglich möchte ich nur folgende Zahlen nennen:

      • Gesamtinvestitionen in der DE:     ~  215.000,00 €
      • Zuwendungsfähige Kosten:           ~  160.000,00 €
      • Zuwendungen                              ~   79.000,00 €

Ich möchte mir keinesfalls anmaßen, dass alle Projekte bis ins letzte Detail formvollendet gelangen, denn wer wird dies wohl schon letztendlich von sich behaupten können?! Nichts desto trotz lässt sich das hier Geleistete in beeindruckender Art und Weise bestaunen und ist ein Gewinn für die Menschen in Kerbfeld. Bekannter Weise vollzieht sich unsere Entwicklung nicht gerade spielend, d.h. sie braucht Kraft, Verstand und insbesondere die Unterstützung von willensstarken und motivierten Menschen.

Sehr geehrter Herr GdeR Bayer, Vorsitzender des OGV,

Dir und den vielen freiwilligen Helfern haben der Gemeinderat sowie alle Bürger in Kerbfeld auch besonders zu danken, denn Euer Fleiß und Einsatz war ebenfalls vorbildlich.

Wenn wir heute mit dem traditionellen Lindenfest den Abschluss der Dorferneuerung feiern, feiern wir nicht den Abschluss der Erneuerung in Kerbfeld, sondern sehen diesen Anlass vielmehr als Ansporn für weitere Neugestaltungen mit dem Ziel einer lebenswerten Zukunft. Mit dem Begriff Zukunft stellt sich die Frage: Welche Gemeinde kann es sich schon leisten, ihre Bürger zu verlieren, sicherlich eine rhetorische Frage, gewiss, aber auch bedrängend aktuell. Attraktiv zu bleiben und Lebensqualität zu bieten, das soll und muss, natürlich mit Augenmaß, unsere Politik in der Gemeinde für die Zukunft sein.

Der Gemeinderat und ich wünschen jedenfalls unseren Kerbfelder Bürgerinnen und Bürgern, dass die Gewissheit, ein lebenswertes Dorf zu besitzen, Entschädigung für manche Belastung ist.

Lasst uns voller Optimismus gemeinsam in die Zukunft blicken, denn die Dorferneuerung in Kerbfeld ist ein Symbol dafür, dass wir uns mutig den Herausforderungen der heutigen Zeit stellen und gemeinsam bewältigen können.

Ihr
Dieter Möhring

1.Bürgermeister