D2kDie neue Aidhäuser Tracht

Mit der Einweihung des Archivs wurde in Aidhausen schon einer der Punkte erfüllt, die der Arbeitskreis 2 der Dorferneuerung sich zum Ziel gesetzt hatte. Dazu kam dann sozusagen als Introitus des großen Festes auch die Erneuerung der Aidhäuser Tracht. Alfriede Müller, die Anstifterin dieses Projektes stellte zusammen mit Gabi Schüßler dem Publikum die mit viel Beifall bedachte Tracht vor. Dazu kamen noch mit Johanna Hochrein und Christina Heusinger zwei junge Musikerinnen mit ihrem eigenen Gewandt. Elfrieder Müller verglich zugleich die frühere Tracht mit der jetzigen und stellte dabei die Unterschiede heraus. Sie hatte dann noch eine Überraschung parat, als sie eine ehemalige Aidhäuser Hochzeitskrone dem staunenden Publikum vorstellte.

Günter Berthel

Dorffest - Nachlese

Das Aidhäuser Dorffest ist geschafft.  Ihr Markt der Genüsse und Informationen wurde, trotz des durchwachsenen Wetters,  zu einem vollen Erfolg. So die Meinung der meisten Leute, die aktiv am Gestalten dieses Festes teilnahmen. Nach den beiden Ausrufezeichen Archiveröffnung mit späterer Dorfführung durch Christine Fuhl und Vorstellung der Tracht am Samstag (wir berichteten) ging die Fete los. Bürgermeister Dieter Möhring und sein Vize Oskar Schüßler  gaben den Startschuss als sie die erste Maß Gerstensafts aus ihrem kalten Gefängnis befreiten.  Gleich zwei „Spansäue“ mussten ihr Leben lassen, damit die Gäste im Festzelt sich so richtig den Bauch vollschlagen konnten. 
Unterhaltung wurde im Sportheim groß geschrieben, als  die Gäste beim Wirtshaussingen sich selbst unterhalten durften. Unterstützt wurden sie dabei  von Willi Gehrig mit seiner Ziehorgel und der Lauringerin Hildegard Albert, die spontan mit wundervoll hintersinnigem fränkischen Humor in gereimter Form zur Stimmung im „fränkischen Wirtshaus“ beitrug. Rudi Then unterhielt die Gäste bei der Schnitzelparade in der „Alten Schmiede“ .
Im  wahrsten Sinne des Wortes war es „cool am pool“ wo die Motorradfahrer mit fetziger Musik mit der jüngeren Generation feierten. Stimmungsvolles Ambiente , bei Kerzenschein und Musik aus einer alten Jukebox, in der speziell für das Dorffest e geöffneten „Alten Schreinerei“ am Haag. 
Am Sonntag ließen sich die Aidhäuser zum Gottesdienst in beiden Kirchen einladen, bevor sich Keller und Küchen für die Gäste öffneten. Da kredenzten z.B. die Damen der Sängerlust u.a. „Bohnakern mit schworz Fläsch und Häifaglöss“. Die Soldatenkameradschaft, die Kolpingfamilie, der TSV, die Heimatfreunde um nur einige zu nennen, alle hatten sie Schmackhaftes in fester und flüssiger Form zu bieten. Mitten zwischen Tierpräparaten und Gehörnen bot die  Familie Klopf Bratwürste aus  Wildfbret  und Jägersuppe an.
Die Kaffeetanten und süßen Schleckermäuler kamen u.a. beim Bäcker Röhner und im Kindergarten zu ihrem Recht und so manche(r) wird erschrocken sein, wenn er im daneben stehenden Zelt des Roten Kreuzes den Zuckerspiegel feststellen ließ.  Schmackhaftes Bauernbrot der Familie Kalnbach als Andenken an den schönen Tag nahmejn viele mit nach Hause. Ganz speziell  waren die Wildbratwürste.
Man könnte diese Liste beliebig fortsetzen. Sie wäre jedoch lückenhaft  würde man den schmackhaften Zwiebelplootz der Omas und Opas, den diese im malerischen Hof der Familie Giebfried frisch gebacken kredenzten, oder den Steckerlfisch von Peter Garmatsch nicht erwähnte. 
Es war aber nicht nur ein Fest der Völlerei das geboten wurde. Arnold Blosl stellte die alte Kirche von Peter und Paul mit ihren Kunstschätzen  vor und die Sängerlust sang vor großem Publikum in der Kirche. Handwerk und Handel zeigten ihr Können und alles was sie im Angebot hatten. Die Kripo beriet am Stand der EVA (Eigenheimer Verein Aidhausen)über den besten Schutz gegen Einbrecher. Die neuesten Heizsysteme wurden genauso vorgestellt wie energiesparende Türen und Fenster der heimischen Firma Albert. Die Metzgerei Kaiser stellte das Herstellen ihrer Ware beim Gang durch die Wurstküche vor. Adalbert Röhner ließ sehen wie Krapfen gebacken werden.

Einen Gag der besonderen Art hatte sich der Holzkünstler Dieter Lutz einfallen lassen. Klick zu VergrößerungAuf einem Glücksrad waren die Konterfeis des Aidhäuser Gemeinderates angebracht und wer dort traf, der hatte einen der ausgelobten Preise gewonnen, denn „Aidhausen  bewegt sich“ war da zu lesen.  Wie die Hammerwerfer im Ring schleuderten beim Stand der Familie Göller kräftige Männerarme Strohballen. Mit Geschick und Kraft schluderte dabei Daniel Schlund da Stroh auf 18.30m Um 20 cm geschlagen musste sich Marco Nöller mit dem 2. Platz zufrieden geben. Als Dritter schaffte es mit 17.04 m Max Menninger noch aufs Treppchen. Preise gab es auch am Jägerstand bei einem Quiz zu gewinnen. So kann sich Ines Simon aus Aidhausen jetzt mit der eine Rehkeule schmecken lasse. Einen Feldhasen gewann Tina  Miske aus Ebertshausen. Annemarie Tüchert  nahm als Dritte noch ein Paar Wildwürtse mit nach Sulzfeld. Überall gab es Unterhaltung für die Kinder.  Beim Stand der Omas konnten sie mit der Mohrenkopfkanone schießen, oder  eigenen Strom erzeugen. Die  Kolpingfamilie lud zum Butten Drucken ein.

Klick zu VergrößerungAm Sportheim konnte man auf die Torwand schießen oder die Geschwindigkeit des Fußballs beim Schuss messen. Ganz große Klasse fanden die Kinder, dass sie auf Ponys reiten oder auf der Hüpfburg toben durfte. Immer umlager das Mäuselotto von „Birdy“ alias Andreas Barth, das sich gleich neben dem Streichelzoo der Kleintierzüchteretabliert hatte. Die Liste der Angebote könnte noch weiter fortgesetzt werden , doch das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

 

 

Günter Berthel